Eugen RothEugen Roth wurde 1895 in München geboren.
Nachdem er Germanistik, Geschichte und Kunstgeschichte studiert hatte, arbeitete er zunächst als Lokalredakteur bei den Münchner Neuesten Nachrichten, bevor er sich 1933 als freier Schriftsteller niederließ.

Sein umfangreiches Lebenswerk umfasst Erzählungen, Gedichte und die heiteren Verssammlungen, die ihn schon zu Lebzeiten zu einem Klassiker des Humors werden ließen.

1976 starb Eugen Roth in München.

Joachim Kaiser schrieb in seinem Nachwort zum „Großen Eugen Roth Buch“: „Die Mischung aus unbeirrbarer, herb-privater Bürgerlichkeit, defensivem Pessimismus, leichtester Vershand und praktikablem Humor ist Roths Eigentum.“

Am bekanntesten dürften wohl seine Gedichte unter dem Titel „Sämtliche Menschen“ sein. Eine kleine Auswahl meiner Favoriten darunter gibt’s hier.

Leider kommen seine Erzählungen (z.B. „Die Hausiererin“, „Die Perle“, „Die Fremde“ etc.) gegenüber seinen Gedichten nach meinem Empfinden zu kurz. Denn auch in ihnen kommt zum Ausdruck, was Joachim Kaiser abschließend zusammenfasste:

„Das Vergnügen, mit dem man Roths Protest hört, erschöpft sich nicht in der höchst berechtigten Freude am treffenden Ausdruck und am schlagenden Reim. Man spürt: so lange ein Mensch Lust und Muße findet, sich so zu beklagen, so lange kann noch nicht alles verloren sein.“